Der Lokalteil - Wie er wirklich ist...
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Caroline ist ausgeschieden!

Es ist nicht zu fassen. Da nimmt ein 17jähriges Mädchen aus Münster doch tatsächlich bei Germanys Next Topmodel teil - der Sendung für oberflächliche Hungerhaken. Würde nicht Heidi Klum moderieren, sondern Verona Feldbusch - es wäre die intellektuelle Antwort auf Deutschland sucht den Superstar.

Aber es ist nur Germanys next Topmodel. Wichtig scheint es trotzdem.

So wichtig, dass es sich die zweitgrößte Lokalzeitung der Westfalenmetropole nicht nehmen lässt, GNTM (das Kürzel für Kenner) als Aufmacher für ihre Internetseite zu verwenden.

"Traum beendet - Münsteranerin Caroline bei Germany`s next Topmodel" ausgeschieden" - Die Schlagzeile saß, als sie mir zu meinem Frühstücks-Kaffee serviert wurde.

 Aber es ist beruhigend. Liest man so etwas, weiss man sicher: Es ist absolut nichts passiert.

 Trotzdem war es mir irgendwie peinlich. Fremdschämen heißt sowas.

Zur Beruhigung habe ich dann erstmal das Radio eingeschaltet. Meldung 4: "Caroline aus Münster ist bei Germany`s next Topmodel" ausgeschieden.

Meldung 5: Schlafen sie weiter. Es ist nichts passiert.

Gute Nacht.

14.2.09 00:43


Hauptschule Körde ist der burner alta!

Scheisse man alta da is die Hauptschule Körde voll phätt die Gewinnerschule vom Wettbewerb "Tolle Schule" in NRW, weissu?

 War ich voll krass da und muss ich sagen, geht voll ab. Da nennt die Lehrerin die Fünftklässlerin mal so voll nett "olle Zicke" und wennu die fragst was so toll an ihr Schule is, sagen die so voll coole Sachen wie "das Kiosk" oder auch mal "ja gar nix".

Sah auch voll heftig nach Knast aus man, können die Schüler sich schon mal dran gewöhnen auf ihr späteres Leben und so. Voll modern. 

Aber mal im ernst, sogar der WDR war da. Hat die coole Schule mal echt gute PR. 

Heute gabs dann den Preis. Hauptschule hat Zukunft, sagt dann die Schulministerin - und lobt die HS Körde als total korrekte Lehranstalt. Anstalt. Das passt.

Hauptschule hat Zukunft. 

22.1.09 20:05


Feuer frei beim Winterball!

Unter der großartigen Musik des Spielmannszugs ziehen die Schützenköniginnen mit ihren Prinzgemahlen am Samstag-Abend in den Saal der Mensa am Ring ein, die Adjuntanten und der Hofstaat folgen ihnen - hinten dran ein dicklicher Mann, der eine Trommel auf Rädern vor sich herschiebt. Früher wurden die getragen. Doch die rund 220 meist älteren Gäste im Saal klatschen pflichtbewusst stehend Beifall. Nach einem kurzen Fotoshooting - Königspaare und Adjuntanten vor tollen überdimensionierten goldenen Kronen, kreativ - eröffnen die Königspaare den Winterball der Pflüggendörfer Schützen und der Plüggendörfer Jäger.

 

Am 31. Mai schoss Katja Foltkämp den Vogel ab, ob sie es wollte oder nicht. Jedenfalls schaute sie zuerst sehr erschrocken“, erinnert der Ehrenoberst der Pflüggendörfer Jäger an den Moment, als Foltkämp die 50. Schützenkönigin der Jäger wird. Ein teurer Fehlschuss.

Traditionsgemäß feiern die Pflüggendörfer Schützen und Jäger erst im Winter ihre Schützenkönige und -königinnen mit einem Winterball. Weil im Sommer zu viel los sei. Dass beide seit 2003 zusammen feiern ergibt sich aus der Geschichte der beiden Vereine: „Früher war es der gleiche Verein, aber 1959 haben sich die Jäger wegen Querelen im Verein abgespalten. Mittlerweile verstehen wir uns alle aber wieder sehr gut“, erklärt der zweite Schriftführer der Pflüggendörfer Schützen, Benno Värtl. Laut Värtl überlegen mittlerweile die Vorstände beider Vereine bereits über eine Wiedervereinigung. Nicht, weil man sich wieder so gut versteht. Nein, weil alles teurer wird. Die Wirtschaftskrise erwischt jeden. 

Durch das diesjährige 50-jährige Jubiläum der Pflüggendörfer Jäger und das 200-jährige Jubiläum der Schützen im Jahr 2010 könnte die Vereinigung aber frühestens 2011 anstehen. Das Jubiläum will sich natürlich niemand entgehen lassen. Welch ein Anlass zum Glas zu greifen.

Außerdem steht dann ja noch das Problem der Posten an, die dann wegfallen. Aber dafür gibt es ja Ehrentitel.

18.1.09 02:36


Lustig zu gehts bei der Senatorentaufe...

Drei Schüler Mitte 60 betreten das Klassenzimmer der Narrenzunft und setzen sich in die Schulbank. Der Schüler Hegge Schänne packt seinen Ranzen aus und legt ein Heft mit nackten Frauen auf den Tisch: „Das ist mein Biologiebuch!“

Die Menge topt und lacht, der Gag kommt an. Markige Sprüche und schlechte, schamlose Witze - Hurra, die fünfte Jahreszeit ist wieder da.

Doch Karneval ist eine ernste Sache und lustig sein will gut geplant sein. Ein Blick ins Skript der Veranstaltung verrät: Gleich kommt Referendar und Moderator Jockel Pfeiffler (seine Vorstellung ist bereits vorgeskriptet: Ein F vor dem Ei und zwei F hinter dem Ei) und der sorgt - so stehts ebenfalls im Skript - schnell für Ordnung - schließlich ist er Jurist und die verstehen auch als Präsident einer Karnevalsgesellschaft keinen Spaß: „Hinsetzen!“ Regieanweisung: Die Schüler setzen sich. „So lässig wird sich nicht hingesetzt! Nochmal von vorne!" Der Saal lacht, das skripten hat sich gelohnt. 

Die „Lehranstalt am Aasee“ ist eine besonders harte Schule. Doch die Schüler Hegge Schänne, Kunibart Künzel und Kraneberg Grätel (ein lustiger Spitzname ist schließlich Pflicht) drücken erfolgreich die Schulbank und erleben am Ende des langatmigen Abends ihre Senatorentaufe – nicht jedoch, ohne vorher in zahlreichen "spaßigen" Prüfungen ihre Tauglichkeit bewiesen zu haben.

Denn vorher müssen die Schüler vor vollem Saal und unter den Augen von Karnevalsprinz Markus II. (welch Ehre, welch Ehre) erstmal zeigen, dass sie ordentlich jodeln, „Bruder Jacob“ im Canon singen und richtig sitzen können, wenn der Klabautermann mit seinen Dreizack und viel Anlauf das Hinterteil der Prüflinge testet. Welch ein Spaß. Man glaubt es kaum.

Gute Noten gibt es nicht von allein und die Schüler müssen sich natürlich irre anstrengen, vor allem beim traditionellen Test des Aasee-Wassers – das selbstverständlich aus einer Korn-Flasche kommt.

Sowieso wird viel getrunken. Die Prüflinge lehren Pils um Pils, Kurzen um Kurzen und der 10jährige Simon darf als Horst Schlemmer ebenfalls mit einem Pils und einem Korn am Tisch sitzen - doch als der "Hausmeister" eine Laudatio hält und dabei schon das ein oder andere Bier intus zu haben scheint, droht die Stimmung im Saal zu kippen: Zu lang dauert seine langweilige Ansprache, zu oft wird sie durchs Trinken und Anstoßen unterbrochen. Die "Show" hängt schon über eine halbe Stunde und langsam wird es selbst den harten Karnevalisten zu langatmig.

Aber irgendwann endet auch die Laudation und als Kunibert als Charlie Brown die Bühne betritt und schlecht playback singt, sind alle wieder zufrieden. Ich persönlich hätte jedoch auf die Präsentation seines nackten Bierbauches verzichten können. Sei´s drum. Schließlich war im Vorfeld schon oft die Rede von Freuden- und Bierlatten. Da hätte es also schlimmer kommen können.

 

Schließlich erhalten alle Kandidaten völlig überraschend doch noch ihre Abschlusszeugnisse. Hegge Schänne, Kunibart Künzel können sich Ehrensenatoren der NZA nennen, Kraneberg Grätel sich Senatorin und der Saal feiert die Ausgezeichneten überschwänglich mit Wunderkerzen, Gesang und Schunkeln, dass es eine Freude ist. Pardon, zu sein scheint. Verstehen kann ich es nicht.

Karneval im Herzen Westfalens. Es gibt bessere Ideen.


11.1.09 20:55


Alles für die Karriere des guten Kapitalisten

Unbezahlte Praktika und Auslandsaufenthalte werden bei der Suche nach einem Arbeitsplatz für Studenten immer wichtiger. Da kann kompetente Beratung nicht schaden. An der Uni Münster haben der Career Service und das International Office als Beratungsstellen daher nun einen neuen gemeinsamen Standort, der größer ist und beide Institutionen zusammen bringt - und zwar versteckt am Rande Münsters, auf einem ehemaligen Militärgelände.

Da können sich Studenten kostenlos - wo gibt es das sonst noch - über ihr nächstes Praktikum, ein Auslandssemester oder auch ganz allgemein über Bewerbungen und ihre Karrierevorbereitungen beraten lassen. „Der Einzelne muss sich stärker als früher orientieren und braucht mehr Beratung“; sagt Ralf Teller, der Leiter des Career Service. Der Einzelkämpfer wird ja auch immer wichtiger.

Anja Schröder, die das International Office leitet, möchte die Studierenden vor allem auf den flexibleren und internationaleren Arbeitsmarkt vorbereiten. Flexibel, das klingt doch so schön positiv. Gemeint ist aber das Motto "Heuern und Feuern".

Ein Geschenk, auf das viele Institute sicher neidisch wären, gibt es auch: Zwei niegelnagelneue Seminarräume, in denen die Veranstaltungen des Career Services und des International Office künftig stattfinden – bisher waren die in immer unterschiedlichen Räumlichkeiten in Münster untergebracht - dafür aber auch in der Innenstadt.

Auch neu und sinnvoll: Eine kleine, durch Studiengebühren finanzierte Bücherei mit Büchern für den Berufseinstieg und die berufliche Orientierung. Wo das Verbesserung der Lehre ist, lässt sich in der Bibliothek jedoch nicht recherchieren.

Drin enthalten: Ein Arbeitsplatz, an dem ein Student an seiner Bewerbungen arbeiten kann.Ob es jemals einer tun wird ist ungewiss.

Ob die Plakette mit dem Text "Möglich gemacht durch Studienbeiträge" am Eingang der Bücherei auch durch Studiengebühren finanziert ist, ist unklar.

Aber eines ist klar, zumindest für Teller: „Wenn die Leute zu uns kommen, ist das keine graue Pflicht, sondern auch Spaß.“

Wie schön.

Doch wie teuer war denn der Umzug des Spaßes? "Ach nicht der Rede wert, weiss nicht genau. Ein paar tausend Euro." Beruhigend, dass die Uni noch nicht so klamm ist, dass es ihr auf ein "paar tausend Euro" ankommt.

4.12.08 22:17





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